22-04-2025 11:33

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einer Lyme-Borreliose nach einem Zeckenbiss?

Auch in den Niederlanden sind Zecken oft mit einem Virus infiziert, das sie nach einem Biss auf den Menschen übertragen. Nach einem Zeckenbiss besteht die Möglichkeit, eine Lyme-Borreliose zu bekommen. Dies kann sogar tödliche Folgen haben. Ein Zeckenbiss ist also gefährlich, aber ein Biss einer infizierten Zecke führt nicht immer zur Lyme-Borreliose.

Wahrscheinlichkeit einer Lyme-Borreliose

Im Jahr 2013 hat eine große Studie des Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RVM) gezeigt, dass 2,7 Prozent der Menschen nach einem Zeckenbiss erkranken. Dies bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit einer Lyme-Borreliose nicht besonders hoch ist. Trotzdem bleibt Vorsicht geboten!

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Borrelia-Bakterien

Die Lyme-Borreliose wird durch die Borrelia-Bakterien verursacht, mit denen in den Niederlanden ganze 22 Prozent der Zecken infiziert sind. Zecken können dieses Virus durch ihren Biss übertragen, aber aus den Ergebnissen der Studie geht hervor, dass längst nicht jeder die Lyme-Borreliose nach einem Zeckenbiss bekommt. Sonst wäre die Wahrscheinlichkeit einer Lyme-Borreliose nicht 2,7 Prozent, sondern viel höher.

 

Lyme-Borreliose in den Niederlanden

Jährlich werden etwa 22.000 Menschen in den Niederlanden mit der Lyme-Borreliose infiziert. Bei 80 Prozent bleibt die Krankheit auf einen roten, kreisförmigen Fleck an der Bissstelle beschränkt (Erythema migrans), das Kennzeichen der Lyme-Borreliose. Bei den übrigen 20 Prozent treten auch ernsthafte Symptome auf, die in den meisten Fällen innerhalb von drei Monaten nach dem Zeckenbiss auftreten.  Dazu gehören ernsthafte Beschwerden im Nervensystem, im Herzen oder in den Gelenken. Die Lyme-Borreliose ist selbst nicht direkt tödlich, kann aber tödliche Folgen haben, wenn die Krankheit erst in einem späten Stadium erkannt wird. Insbesondere Herzrhythmusstörungen können tödliche Folgen haben.