Was sind die Symptome von Spotted Fever?
Spotted Fever kündigt sich am Anfang mit denselben Symptomen an wie alle anderen Rickettsia-Infektionen:
- Fieber
- Starke Kopfschmerzen
- Hautausschlag
- Ein Krankheitsgefühl.
- In einem späteren Stadium können auch die folgenden Symptome auftreten:
- Verwirrung
- Husten
- Atemprobleme
- Erbrechen
- Durchfall
Die spezifischen Symptome von Spotted Fever können je nach Art dieser Rickettsiose variieren. Als Beispiel nennen wir die Symptome des Rocky Mountain Spotted Fever:
- Fieber
- Hautausschlag
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Muskelschmerzen
- Verminderter Appetit
- Augenentzündung
Diese Spotted Fever kann sehr ernst verlaufen und tritt hauptsächlich in Nordamerika auf. Die meisten Symptome stimmen mit denen anderer Rickettsia-Infektionen überein. Doch diese Infektionskrankheit ist eine ernsthafte Variante. Patienten mit Rocky Mountain Spotted Fever müssen in der Regel in ein Krankenhaus aufgenommen werden. Trotz Behandlung sterben drei bis fünf Prozent der Patienten. Auch kann diese Krankheit mit folgenden Komplikationen einhergehen:
- Hirnentzündung
- Lungenentzündung
- Herzversagen
- Nierenversagen
- Absterben von Fingern und/oder Zehen.
Wie wird Spotted Fever diagnostiziert?
Die ersten Symptome einer Spotted Fever ähneln denen einer Grippe. Um festzustellen, dass mehr dahintersteckt als nur eine harmlose Virusinfektion wie die Grippe, ist es wichtig zu klären, ob der Patient von einem Vektor eines Rickettsia-Bakteriums gebissen wurde. Wie einer Zecke, Milbe oder Floh. Ein solcher Biss kann ein Hinweis auf eine Rickettsia-Infektion sein, insbesondere in Gebieten, in denen diese Infektion häufig vorkommt. Leider können sich die meisten Menschen an einen Biss nicht erinnern. Wenn der Patient Hautausschlag bekommt, ist das auch ein Hinweis auf eine Rickettsiose. Weitere Untersuchungen müssen dann klären, ob es sich tatsächlich um eine Rickettsiose (wie Spotted Fever) handelt, und falls ja, um welches Bakterium es sich handelt.
Es existiert (noch) kein Labortest, mit dem ein Spotted Fever verursachendes Rickettsia-Bakterium im Blut schnell und eindeutig identifiziert werden kann. Auf langwierige (Blut-)Untersuchungen kann der Patient nicht warten. Die Behandlung kann keinen Aufschub dulden und muss daher auf der Grundlage einer vermuteten Diagnose von Spotted Fever durchgeführt werden.
Bei Blutuntersuchungen können jedoch Antikörper gegen das R. rickettsii-Bakterium gefunden werden; das ist das Bakterium, das Rocky Mountain Spotted Fever verursacht. Dieses Bakterium kann auch in mikroskopischen Hautuntersuchungen nachgewiesen werden.
Wie wird Spotted Fever behandelt?
Ein Rickettsia wie eine Spotted Fever ist ein obligat intrazelluläres Bakterium. Das bedeutet, dass es sich in den Zellen seines Wirts versteckt. Daher kann unser Immunsystem das Bakterium nur schwer erreichen und bekämpfen. Aus demselben Grund wirken auch nicht alle Antibiotika bei einer Spotted Fever.
Eine Rickettsiose lässt sich am besten frühzeitig mit einem der folgenden drei Antibiotika behandeln:
- Tetracyclin
- Doxycyclin
- Chloramphenicol
Diese Antibiotika können oral eingenommen werden. Wenn der Patient so krank ist, dass eine orale Einnahme nicht möglich ist, können diese Mittel intravenös verabreicht werden.
Nach einer Behandlung mit einem dieser Antibiotika wird sich der Patient schnell besser fühlen und das Fieber verschwindet innerhalb von drei Tagen. Die Antibiotikakur dauert mindestens eine Woche und länger, wenn das Fieber danach anhält. Je später mit der Behandlung begonnen wird, desto langsamer setzt die Besserung ein und desto länger hält das Fieber an.
Das Auslassen der Behandlung oder ein zu später Beginn kann für einen Patienten mit Rickettsiose fatale Folgen haben.