22-04-2025 15:53

Der Ixodes Ricinus wird auch als Schapenteek bezeichnet und ist die einzige Zeckenart, die in den Niederlanden vorkommt. In den Niederlanden ist die Zecke dafür bekannt, die Lyme-Borreliose zu verbreiten, aber im Ausland überträgt diese Zecke auch andere Krankheiten.

Wo lebt der Ixodes Ricinus?

Der Schapenteek ist auf der Nordhalbkugel bekannt und wird häufig in Nord- und Osteuropa gefunden. Außerdem kommt der Ixodes Ricinus auch in Russland und in den nördlich gelegenen Ländern Asiens vor. Auch in Kanada und im Norden der Vereinigten Staaten ist diese Zeckenart nicht unbekannt.
Der Ixodes Ricinus befindet sich vor allem an Orten, an denen die Luftfeuchtigkeit hoch ist, wie z.B. an Stellen mit niedriger Vegetation. Die Zecke versteckt sich an allerlei „grünen“ Orten, wie in Büschen, hohem Gras und Bäumen. Und das nicht nur in Naturparks, sondern z.B. auch in Stadtparks, Grasdämmen, Wiesen und Gärten. Zecken sind hauptsächlich von März bis November aktiv, tauchen aber manchmal auch während milder Winter auf. In Trockenperioden im Sommer sind sie weniger präsent.
Die Zecke beißt sich oft am Körper von Menschen fest und setzt sich vorzugsweise an warme, feuchte Stellen. Dazu gehören beispielsweise Leisten, Kniekehlen, Achselhöhlen, die Stelle hinter den Ohren und der Schambereich. Da Kinder kleiner sind, geschieht es bei ihnen oft, dass sich eine Zecke am Haaransatz oder hinter den Ohren versteckt.

Entwicklung von Ixodes Ricinus

Die Zecke entwickelt sich von der Larve zur Nymphe. Danach wird sie zu einer erwachsenen Zecke und Männchen und Weibchen können unterschieden werden. Die Nymphen sind wahrscheinlich die wichtigste Form für die Übertragung von Krankheiten auf Menschen, da sie bereits einmal Blut gesaugt haben und daher Giftstoffe mit sich führen können. Die Nymphe ist nur einen Millimeter groß und wird deshalb schnell übersehen. Die Weibchen sind oft am größten und fallen daher etwas besser auf. Die Männchen saugen kein Blut und spielen daher keine Rolle bei der Übertragung von Krankheiten.

Die Übertragung von Krankheiten durch Ixodes Ricinus

Die bekannteste Krankheit, die Ixodes Ricinus überträgt, ist die Lyme-Borreliose, die durch das Bakterium Borrelia verursacht wird. Die Krankheit ist durch einen roten, kreisförmigen Fleck an der Stelle des Zeckenbisses gekennzeichnet, gefolgt von Fieber und grippeähnlichen Symptomen. In einem späteren Stadium kann das Bakterium auch die Gelenke, das Nervensystem und das Herz angreifen. Die Krankheit ist in seltenen Fällen tödlich, daher ist eine Behandlung mit Antibiotika notwendig.


In den Niederlanden überträgt Ixodes Ricinus eigentlich nur die Lyme-Borreliose, aber im Ausland ist die Zecke auch als Überträger von FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) bekannt. Ixodes Ricinus überträgt diese Krankheit direkt nach dem Zeckenbiss. Eine Woche nach dem Biss können Fieber und Grippe auftreten. Ein Drittel der infizierten Menschen erleidet auch eine Hirnhautentzündung. Diese geht oft mit Kopfschmerzen, Schwindel und Steifheit von Nacken, Schultern und Rücken einher. Auch diese Krankheit kann tödlich sein. Es ist möglich, sich gegen FSME impfen zu lassen.


Eine etwas weniger bekannte Krankheit, die Ixodes Ricinus übertragen kann, ist die Humane Granulozytäre Ehrlichiose (HGE). Die Symptome umfassen Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. Auch Leberfunktionsstörungen sind mögliche Beschwerden. Normalerweise treten die Beschwerden innerhalb einer Woche nach dem Biss auf. Sie können mit einem Antibiotikum behandelt werden.