24-04-2025 09:21

Die Zecken in Spanien unterscheiden sich von denen in den Niederlanden und stellen eine größere Gefahr dar. In diesem Land sind Zeckenarten bekannt, die ein tödliches Gift in sich tragen und es gerne übertragen möchten. Schütze dich also gut beim Wandern in waldreichen Gebieten oder hohem Gras, denn so ein Zeckenbiss ist kein Vergnügen.

Zecken mit tödlichem Virus in Spanien

In den letzten Jahren wurden in Spanien immer mehr Zecken entdeckt, die mit dem Krim-Kongo-Virus infiziert sind, das eine schreckliche Krankheit verursacht. Die Hyalomma-Zecke trägt dieses Virus in sich, das für 30 bis 50 Prozent der Menschen tödlich ist. Es scheint, dass dieses Virus aus Marokko nach Europa gelangt ist und nun hier auftritt.

Die ersten Symptome der Krim-Kongo-Grippe sind gewöhnliche Grippeerscheinungen mit Nasenbluten, aber nach ein paar Tagen beginnt die Leber anzuschwellen und unter der Haut treten Blutungen auf. In der Folge können wichtige Organe aufhören zu arbeiten und es ist möglich, an dieser Krankheit zu sterben. Es gibt keine Behandlung gegen die Krankheit.

Fièvre Boutonneuse tritt regelmäßig in Spanien auf

Die Zeckenart Rhipicephalus kommt in Spanien ebenfalls häufig vor und überträgt die Krankheit Fièvre Boutonneuse. Diese Zecken leben in grünen Gebieten und an warmen und feuchten Orten, weshalb sie auch in Häusern überleben können. Sie sind auch häufig auf Nagetieren, Antilopen, Vieh oder Haustieren zu finden. Nach einem Biss dieser Zecke kann man sich mit dem Virus infizieren, das sich durch ein Geschwür mit einer schwarzen Kruste an der Bissstelle auszeichnet. An derselben Stelle kann eine Rötung der Haut auftreten. Beschwerden wie Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen treten oft auf, und dies geht in der Regel mit einem niedrigen Blutdruck und manchmal mit neurologischen Auffälligkeiten und Nierenfunktionsstörungen einher. Nach etwa fünf bis sieben Tagen tritt Fieber auf, das einige Tage bis zwei Wochen anhalten kann. Nach fünf Tagen treten auch rote Flecken am ganzen Körper auf. Die Krankheit wird mit einer Antibiotikakur behandelt. Gegen diese Krankheit kann man sich nicht impfen lassen.

In Spanien kennt man auch die Lyme-Borreliose

Wie in den Niederlanden hat man auch in Spanien mit der Zeckenart Ixodes Ricinus zu tun, die die Lyme-Borreliose überträgt. Die Zecken verstecken sich auf grünen Flächen, wie in hohem Gras oder in Sträuchern. Wenn nach einem Zeckenbiss ein roter, kreisförmiger Fleck auf der Haut entsteht, ist dies das Merkmal der Lyme-Borreliose. Nach einer Infektion mit dieser Krankheit treten fieberhafte Erscheinungen auf, und in einem späteren Stadium treten Beschwerden in den Gelenken, dem Nervensystem und manchmal im Herzen auf. Die Krankheit kann sogar tödlich sein. Sie wird mit Antibiotika behandelt.

TIBOLA

Die Dermacentor-Zecke sorgt in Spanien für eine Infektion mit der Bakterie Ricketsia slovaca. Die Krankheit zeichnet sich durch ein Pustelchen aus, das anfängt zu schwären und nach einigen Tagen gelben Flüssigkeit absondert, wodurch Krusten gebildet werden. Dabei können auch vergrößerte Lymphknoten im Hals auftreten und oft bleibt auch eine kahle Stelle auf der behaarten Haut zurück. Die Beschwerden können 1 bis 55 Tage nach dem Zeckenbiss auftreten und Monate anhalten. Für diese Krankheit ist eine Antibiotikakur verfügbar.