Wo in Schweden gibt es Zecken?
Durch die schrittweise Erwärmung des Klimas bewegen sich die Zecken immer weiter nach Norden. In den letzten zehn Jahren ist die Zecke um beachtliche 300 Kilometer nach Norden gewandert und befindet sich jetzt auch in Schweden. Besonders in Südschweden stellt die Zecke eine Gefahr dar. Zecken, die die Borrelia-Bakterien übertragen können und die Borreliose verursachen, gibt es überall, aber in Schweden gibt es auch Zecken, die Menschen mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) infizieren können. Im Süden und rund um die Hauptstadt Stockholm ist das Risiko am größten, diese Krankheit als Folge eines Zeckenbisses zu bekommen. Dies gilt auch für die beliebten Urlaubsziele Gotland und Öland.
Frühsommer-Meningoenzephalitis / FSME vor allem in Südschweden
In Schweden werden jährlich durchschnittlich etwa 200 Menschen mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis infiziert. Diese Krankheit, auch FSME oder TBE genannt, ist eine Entzündung des Gehirns. Eine Woche nach der Infektion durch einen Zeckenbiss tritt Fieber und Grippe auf. Ein Drittel der infizierten Menschen bekommt zusätzlich eine Hirnhautentzündung. Dies geht oft mit Kopfschmerzen, Schwindel und Steifheit im Nacken, in den Schultern und im Rücken einher. Es gibt keine Behandlung dafür, aber es gibt eine Impfung. Viele Einwohner Schwedens lassen sich gegen diese Krankheit impfen.