Lyme-Borreliose in Nordfrankreich
Im Norden Frankreichs tritt, wie in den Niederlanden, die Ixodes Ricinus vor, die Zecke, die die Lyme-Borreliose überträgt. Die Zecken verstecken sich an grünen Stellen wie Gras, Bäumen und Sträuchern. Ein roter, kreisförmiger Fleck an der Stelle des Zeckenbisses ist ein Symptom dieser Krankheit. Es ist möglich, eine Antibiotikakur gegen diese Krankheit zu erhalten, aber einen Impfstoff gibt es nicht.
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in Nord- und Ostfrankreich
Enzephalitis ist eine Gehirnentzündung, die durch eine Virusinfektion ausgelöst wird. Die Ixodus Ricinus, die auch in den Niederlanden vorkommt, kann in Frankreich mit dem Bakterium infiziert sein und dieses auf Menschen übertragen. In den Monaten von März bis November ist die Wahrscheinlichkeit am größten, von einer Zecke gebissen zu werden. Die meisten Menschen, die infiziert werden, erkranken nicht schwer. Menschen, die jedoch krank werden, zeigen nach sieben bis zehn Tagen grippeähnliche Symptome mit Fieber. Dies verschwindet von selbst wieder. Ein kleiner Teil bekommt ein bis drei Tage nach dem Verschwinden der Symptome eine Gehirnentzündung. Ein Prozent stirbt an den Folgen davon. Obwohl es keine Behandlung gibt, ist eine Impfung jedoch möglich.
Human Granulocytic Ehrlichiosis (HGE) in Nord- und Ostfrankreich
Auch diese Krankheit wird durch die Ixodus Ricinus übertragen. Die Symptome bestehen aus Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. Auch treten Leberfunktionsstörungen auf. Die Beschwerden entstehen meist innerhalb einer Woche nach dem Biss und können mit einem Antibiotikum behoben werden.
TIBOLA
Diese Krankheit wird durch das Bakterium Rickettsia slovaca verursacht und von Dermacentor-Zecken übertragen. Das erste Symptom der Krankheit ist ein Pickel, der zu einem Geschwür wird und nach einigen Tagen gelbes Sekret abgibt, wodurch Krusten entstehen. Dies geht meist mit vergrößerten Lymphknoten im Hals einher. Oft bleibt auch eine kahle Stelle auf der behaarten Haut zurück. Diese Beschwerden können 1 bis 55 Tage (Durchschnitt ist 9) nach dem Biss auftreten und monatelang anhalten. Die Krankheit kann mit Antibiotika behandelt werden.