24-04-2025 09:28

In den Niederlanden kennen wir nur die Zeckenart Ixodus Ricinus (Schafszecke), die die Lyme-Borreliose überträgt, aber in Frankreich überträgt diese Zecke oft andere Krankheiten. Außerdem gibt es in Frankreich auch viele andere Zeckenarten zu entdecken, die ebenfalls mit verschiedenen Bakterien infiziert sind. Diese Zecken verbreiten Krankheiten, und es ist daher von großer Bedeutung, in diesem Land besonders aufmerksam auf Zecken zu sein.

Die Zecke ist überall in Frankreich

Zecken sind ein zunehmendes Problem in Frankreich. In diesem Land werden immer mehr Menschen von einer Zecke gebissen, und das französische Gesundheitsministerium spricht von 5.000 bis 6.000 neuen Patienten pro Jahr. Das Institut Pasteur gibt sogar an, dass jährlich 12.000 bis 15.000 neue Fälle hinzukommen.

Zecken sind in ganz Frankreich zu finden, aber besonders in der Mitte und im Nordosten des Landes ist die Lage ernst. Im Nordosten gibt es sogar Zecken, die Gehirnentzündungen verursachen.

Zeckenkrankheit Fièvre Boutonneuse in (Süd-)Frankreich

Diese Krankheit hat nicht umsonst einen französischen Namen erhalten, denn die Zeckenkrankheit tritt häufig in Frankreich auf, hauptsächlich im Gebiet rund um das Mittelmeer. Die Krankheit zeichnet sich durch ein Geschwür mit schwarzem Schorf und einer roten Hautverfärbung nach einem Zeckenbiss aus. Auch die Lymphknoten können geschwollen sein. Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen treten auf und gehen oft einher mit einem Blutdruckabfall und manchmal mit neurologischen Störungen und einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion. Etwa fünf bis sieben Tage nach dem Biss treten Schüttelfrost und Fieber auf. Dieses Fieber kann einige Tage bis zwei Wochen anhalten. Auch entstehen nach fünf Tagen rote Flecken am ganzen Körper. Es gibt keinen Impfstoff für diese Krankheit. Meistens wird eine Antibiotikakur verschrieben.
Die Fièvre Boutonneuse wird durch die Zeckenart Rhipicephalus verbreitet, die in Ländern mit warmem Klima häufig vorkommt. Diese Zecken überleben in Bäumen und in warmen und feuchten Umgebungen, also auch im Haus. Sie sind auch häufig auf Nagetieren, Antilopen, Vieh oder Haustieren zu finden.

Lyme-Borreliose in Nordfrankreich

Im Norden Frankreichs tritt, wie in den Niederlanden, die Ixodes Ricinus vor, die Zecke, die die Lyme-Borreliose überträgt. Die Zecken verstecken sich an grünen Stellen wie Gras, Bäumen und Sträuchern. Ein roter, kreisförmiger Fleck an der Stelle des Zeckenbisses ist ein Symptom dieser Krankheit. Es ist möglich, eine Antibiotikakur gegen diese Krankheit zu erhalten, aber einen Impfstoff gibt es nicht.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in Nord- und Ostfrankreich

Enzephalitis ist eine Gehirnentzündung, die durch eine Virusinfektion ausgelöst wird. Die Ixodus Ricinus, die auch in den Niederlanden vorkommt, kann in Frankreich mit dem Bakterium infiziert sein und dieses auf Menschen übertragen. In den Monaten von März bis November ist die Wahrscheinlichkeit am größten, von einer Zecke gebissen zu werden. Die meisten Menschen, die infiziert werden, erkranken nicht schwer. Menschen, die jedoch krank werden, zeigen nach sieben bis zehn Tagen grippeähnliche Symptome mit Fieber. Dies verschwindet von selbst wieder. Ein kleiner Teil bekommt ein bis drei Tage nach dem Verschwinden der Symptome eine Gehirnentzündung. Ein Prozent stirbt an den Folgen davon. Obwohl es keine Behandlung gibt, ist eine Impfung jedoch möglich.

Human Granulocytic Ehrlichiosis (HGE) in Nord- und Ostfrankreich

Auch diese Krankheit wird durch die Ixodus Ricinus übertragen. Die Symptome bestehen aus Fieber, Kopfschmerzen und Muskelschmerzen. Auch treten Leberfunktionsstörungen auf. Die Beschwerden entstehen meist innerhalb einer Woche nach dem Biss und können mit einem Antibiotikum behoben werden.

TIBOLA

Diese Krankheit wird durch das Bakterium Rickettsia slovaca verursacht und von Dermacentor-Zecken übertragen. Das erste Symptom der Krankheit ist ein Pickel, der zu einem Geschwür wird und nach einigen Tagen gelbes Sekret abgibt, wodurch Krusten entstehen. Dies geht meist mit vergrößerten Lymphknoten im Hals einher. Oft bleibt auch eine kahle Stelle auf der behaarten Haut zurück. Diese Beschwerden können 1 bis 55 Tage (Durchschnitt ist 9) nach dem Biss auftreten und monatelang anhalten. Die Krankheit kann mit Antibiotika behandelt werden.