24-04-2025 09:03

Wer denkt, dass sich Zecken nicht in nördlichen Regionen wie Skandinavien befinden, liegt falsch. In den letzten zehn Jahren sind Zecken um 300 Kilometer weiter nach Norden gezogen und werden mittlerweile regelmäßig in Finnland gefunden, wo diese kleinen Biester zunehmend grössere Probleme bereiten könnten.

Wo befinden sich die Zecken in Finnland?

Zurzeit gibt es Zecken noch im Süden Finnlands, doch man erwartet, dass sie sich aufgrund der allmählichen Erwärmung des Klimas langsam nach Norden ausbreiten. Der nördlichste finnische Ort, an dem eine Zecke gefunden wurde, ist Simo in Mittel-Finnland. Der Ort mit der höchsten Risikofaktor ist jedoch Espoo, wo bereits mehrere Fälle von der Krankheit FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) diagnostiziert wurden. Auch Gebiete rund um Hankoniemi, Lohja und Tampere sind beliebte Orte für Zecken. Darüber hinaus werden die südlichen Küstengebiete und Inseln als Risikogebiete eingestuft.

FSME als zunehmende Bedrohung in Finnland

In Finnland hat man es immer häufiger mit Menschen zu tun, die nach einem Zeckenbiss mit FSME infiziert wurden. Diese Krankheit wird direkt nach dem Biss übertragen und kann eine Gehirnentzündung verursachen. Eine Woche nach der Infektion können Fieber und grippeähnliche Symptome auftreten. Einer von drei Menschen, die sich mit diesem Virus infizieren, entwickelt auch eine Hirnhautentzündung, die oft mit Kopfschmerzen, Schwindel und Steifheit des Nackens, der Schultern und des Rückens einhergeht. An der europäischen Variante stirbt nur ein Prozent, aber auch die lebensbedrohlichere sibirische Variante wurde bereits in Finnland gefunden. Es gibt keine Heilung für diese Krankheit, aber eine Impfung ist möglich.

Zecken verbreiten Borreliose

Neben FSME ist es auch in der finnischen Natur gut möglich, Borreliose zu bekommen. Wie in den Niederlanden tragen auch in Finnland einige Zecken das Borrelien-Virus, das sie durch Bisse auf Menschen übertragen können. Ein roter kreisförmiger Fleck nach einem Zeckenbiss kennzeichnet diese Krankheit. Oft geht dies mit Fieber und grippeähnlichen Symptomen einher. Später können die Bakterien auch die Gelenke, das Nervensystem und das Herz angreifen. Die Krankheit kann sogar tödlich sein, daher ist eine Behandlung notwendig.