24-04-2025 09:32

Um festzustellen, ob ein Patient mit der Lyme-Borreliose infiziert ist, entscheidet der Hausarzt manchmal, nach einem Zeckenbiss eine Blutuntersuchung durchzuführen. Dies wird eigentlich nur gemacht, wenn der Hausarzt den Verdacht hat, dass bestimmte Beschwerden auf die Lyme-Borreliose zurückzuführen sind.

Wann sollte eine Blutuntersuchung durchgeführt werden?

Wenn eine Zecke vom Körper entfernt wurde, bedeutet das noch nicht, dass die Beschwerden aufhören. Es kann eine rote Stelle auf der Haut entstehen, die unangenehme Folgen wie Kopfschmerzen, Fieber und Muskelschmerzen haben kann. Es ist jedoch viel unangenehmer, wenn nach dem Biss keine rote Stelle auftritt, aber trotzdem Beschwerden vorhanden sind. Beschwerden wie Lähmungen der Gesichtsmuskeln, heftige Schmerzen in Armen oder Beinen, Doppelsehen, Kraftverlust in den Beinen, schmerzhafte geschwollene Gelenke oder eine Neigung zu Ohnmachtsanfällen können für den Hausarzt ein Grund sein, eine Blutuntersuchung auf die Lyme-Borreliose durchzuführen.

Wann sollte keine Blutuntersuchung durchgeführt werden?

Wenn nach einem Zeckenbiss ein Erythema migrans (meist ringförmiger roter Ausschlag) entsteht, ist dies der Beweis für eine Infektion. Dann sollte keine Zeit mit einer Blutuntersuchung verschwendet werden, sondern so schnell wie möglich eine Antibiotikabehandlung begonnen werden. Je länger man mit der Behandlung dieser Zeckeninfektion wartet, desto schwieriger wird es, sie zu heilen.

ELISA: Enzym Linked Immunosorbent Assay

Der ELISA ist eine der beiden Methoden, um eine Blutuntersuchung auf Lyme-Borreliose durchzuführen. Bei diesem Test wird festgestellt, ob Antikörper gegen das Bakterium im Körper vorkommen. Es kommt vor, dass der ELISA-Test ein fälschlicherweise negatives Ergebnis liefert. Der Test zeigt dann an, dass der Patient nicht mit einer Lyme-Infektion infiziert ist, obwohl er es in Wirklichkeit doch ist. Der Grund dafür kann sein, dass das Niveau der Antikörper im Blut noch zu niedrig ist. Wenn die Krankheit in einem frühen Stadium entdeckt wird, ist es ratsam, den Test nach einigen Wochen erneut durchzuführen. Ein fälschlicherweise positives Ergebnis ist ebenfalls möglich. In einem solchen Fall zeigt der Test an, dass der Patient mit der Lyme-Borreliose infiziert ist, obwohl dies nicht der Fall ist. Es ist daher ratsam, auch andere Tests bei der Diagnose durchzuführen.

IFA: Indirekter Immunfluoreszenztest

Auch bei einer IFA-Untersuchung wird geprüft, ob sich Antikörper im Blut gegen das Lyme-Bakterium befinden. IFA ist jedoch weniger genau als ELISA und wird nur verwendet, wenn der ELISA-Test nicht verfügbar ist.

Probleme bei der Blutuntersuchung

Verschiedene Ursachen können die Blutuntersuchung zur Feststellung der Lyme-Borreliose negativ beeinflussen. Es kann zum Beispiel vorkommen, dass die Infektion sehr frisch ist, sodass die Immunantwort noch nicht eingetreten ist und daher noch keine Antikörper im Blut nachweisbar sind. Ein weiteres Problem ist, dass oft nur auf ein einziges Bakterium geprüft wird, während es mehr als dreihundert gibt.